Für Vernetzung und Zusammenhalt
Zusammenhalt ist die Basis einer starken Studierendengemeinschaft. Nur, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und solidarisch agieren, können wir gemeinsam die Herausforderungen des Alltags an Hochschulen bewältigen und meistern. Ein gutes Miteinander führt nicht nur zu einem harmonischen Campusleben, sondern ermöglicht es Studierenden, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu motivieren. Zusammenhalt bedeutet, dass niemand allein zurückgelassen wird, denn wir alle tragen Verantwortung füreinander, unabhängig von Studiengang, Herkunft oder persönlichem Hintergrund. Eine starke Vernetzung stärkt den Zusammenhalt und schafft ein unterstützendes Umfeld, in dem alle voneinander profitieren.
Eine Hochschule ist mehr als nur ein Ort des Lernens. Sie ist ein Raum für soziale Weiterentwicklung und persönliches Wachstum. Veranstaltungen spielen dabei eine zentrale Rolle, um Studierende miteinander zu vernetzen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und den Campus zu einem lebendigen Ort des Austauschs zu machen. Ob kulturelle Events, Workshops oder Fachvorträge – all diese Aktivitäten fördern den Dialog, erweitern den Horizont und stärken den Zusammenhalt der Studierendenschaft. Veranstaltungen bieten zudem die Möglichkeit, über den akademischen Alltag hinaus Fähigkeiten zu entwickeln und sich aktiv an der Hochschulgemeinschaft zu beteiligen.
Mehr Diskussionsräume und studienübergreifende Veranstaltungen
Ein Studium sollte keine reine Ausbildung in einem Fachgebiet sein, sondern sowohl interdisziplinäres Denken fördern, als auch Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung bieten. Deshalb soll es auf Hochschulen für alle Studienrichtungen regelmäßige Veranstaltungen zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und als Plattform zur Diskussion geben. Das können zum Beispiel Filmveranstaltungen zu interdisziplinären und gesellschaftlichen Themen mit anschließender (Podiums-)diskussion sein. Außerdem sollen diese Veranstaltungen möglichst niederschwellig angeboten werden, das heißt leicht zugänglich sein, unabhängig von Studienfach, der finanziellen Lage oder dem sozialen Hintergrund.
Digitale Plattform zur Vernetzung
Hochschulen sollten digitale Plattformen bereitstellen, die Studierende niedrigschwellig miteinander vernetzen. Diese ermöglichen es, Lerngruppen zu gründen, Informationen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu organisieren. Gleichzeitig sollte das vielfältige Angebot der lokalen Hochschulvertretungen und der ÖH auf diesen Plattformen leichter zugänglich gemacht werden. Eine hochschulübergreifende Kooperation bei der Entwicklung solcher Systeme wäre sinnvoll, um Synergien zu nutzen und eine einheitliche Lösung zu schaffen. So könnten maßgeschneiderte, datenschutzkonforme „In-House“-Plattformen entstehen, die den spezifischen Bedürfnissen der Studierenden gerecht werden.
Für Fehlertoleranz und Verantwortung
Fehler sind ein natürlicher Teil des menschlichen Daseins und des Lernprozesses. An unseren Hochschulen muss daher eine gewisse Toleranz gegenüber Fehlern als wichtiger Wert etabliert werden, um individuelles Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Studierende sollen nicht durch überzogene Anforderungen oder Sanktionen entmutigt werden, sondern in einem geschützten Umfeld lernen, Fehler als Chance zur Verbesserung zu sehen. Klar ist auch, dass jegliches Handeln Konsequenzen mit sich bringt, diese müssen aber bei etwaigen Verfehlungen angemessen bleiben. Neben der Verantwortung, die Studierende für sich selbst tragen, tragen wir als Gesellschaft auch die Verantwortung, mit Augenmaß auf Fehler zu reagieren und betroffenen Personen die Möglichkeit geben, Fehler einzusehen und das eigene Verhalten zu reflektieren.
Konstruktive Fehlerkultur in der ÖH
Fehler sind ein natürlicher Teil des menschlichen Daseins und des Lernprozesses. Niemand soll durch überzogene Anforderungen oder Sanktionen entmutigt werden. Jede_r soll in einem geschützten Umfeld lernen, Fehler als Chance zur Verbesserung zu sehen. Daher fordern wir die Einführung einer konstruktiven Fehlerkultur mit transparenten Vorgehensweisen im Umgang mit Fehlern, klaren Feedbackmöglichkeiten und Schulungen zur Reflexion – sowohl an den Hochschulen als auch innerhalb der ÖH.
Für einen erfolgreichen Start ins Studium
Jeder neue Lebensabschnitt bringt anfänglich Herausforderungen mit sich. Genauso gestaltet es sich beim Beginn eines Hochschulstudiums. Die ersten Wochen und Monate eines Studiums sind daher oft von Unsicherheit und vermeintlich unbewältigbaren Herausforderungen geprägt. Umso wichtiger ist es, dass Studierende zu Beginn ihres Studiums die notwendige Unterstützung für einen optimalen Start in den neuen Lebensabschnitt erhalten. Durch gezielte Maßnahmen wie persönlichen Ansprechpersonen und die Förderung von Gruppenbildung können Studienanfänger_innen schnell Anschluss finden, sich orientieren und ihr Studium erfolgreich starten. Eine gute Studieneinführung legt den Grundstein für den akademischen und persönlichen Erfolg der Studierenden. Daher erachten wir das Erstsemestrigentutorium, welches wir als FLÖ seit seinem Bestehen aktiv mitgestalten, als essentiellen Bestandteil für den Einstieg ins Studium.
Mentoring und Tutor_innenprogramme für den Studienstart ausbauen
Um den Einstieg ins Hochschulleben weiter zu erleichtern, sollten bestehende Unterstützungsangebote für Erstsemestrige ausgebaut und flächendeckend verfügbar gemacht werden. Mentoring-Programme, in denen erfahrene Studierende als Ansprechpersonen bei organisatorischen Fragen unterstützen und wertvolle Tipps zum Studium geben, sollten gestärkt und an mehr Hochschulen etabliert werden.
Zudem ist es wichtig, die Bildung von Lerngruppen und sozialen Netzwerken bereits zu Studienbeginn durch Tutorien und Orientierungsveranstaltungen gezielt zu fördern, um den Zusammenhalt unter den Studierenden zu stärken. Eine zentrale Bedeutung haben hierbei die ÖH-Ersemestrigentutorien. Dort, wo sie noch nicht existieren, sollen diese eingeführt und insgesamt besser gefördert werden, da sie mit ihrem meist vielseitigen Programm – bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt – den Studienstart auf vielen Ebenen erleichtern. Bei der Planung und Organisation soll die Bundesvertretung die Hochschulen stärker unterstützen.