Rund ums Studium

Fai­re Rege­lun­gen bei Anwesenheitspflichten

Wir for­dern eine kla­re Rege­lung dar­über, wel­che Abwe­sen­heits­grün­de bei einer Lehr­ver­an­stal­tung von der Lei­tung zu akzep­tie­ren sind. Jeden­falls ist für uns selbst­ver­ständ­lich, dass Krank­heit und fami­liä­re Not­fäl­le zu einer Abwe­sen­heit ohne nega­ti­ve Kon­se­quen­zen für die Stu­die­ren­den füh­ren müssen.

Außer­dem soll eine Maxi­mal­gren­ze für Anwe­sen­heits­pflich­ten ein­ge­führt wer­den (zB bei 80%). Eine aus­nahms­lo­se Anwe­sen­heits­pflicht ohne jeg­li­che Fle­xi­bi­li­tät stellt vor allem für Stu­die­ren­de mit Betreu­ungs­pflich­ten eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Mehr­be­las­tung dar.

Ent­schei­dungs­frei­heit für Bewerber_innen an Fachhochschulen

An öster­rei­chi­schen Fach­hoch­schu­len gibt es ein gro­ßes Ange­bot an Stu­di­en­gän­gen mit unter­schied­li­chen Cur­ri­cu­la und Schwer­punk­ten. Vie­le Studienwerber_innen kön­nen sich aller­dings nicht frei zwi­schen die­sen Mög­lich­kei­ten ent­schei­den, da man­che FHs eine end­gül­ti­ge Zusa­ge ver­lan­gen, wäh­rend Rück­mel­dun­gen von ande­ren FHs noch aus­stän­dig sind. Bewerber_innen müs­sen frei zwi­schen ihren Mög­lich­kei­ten wäh­len kön­nen! Wir for­dern daher einen öster­reich­weit ein­heit­li­chen defi­nier­ten Zeit­punkt bis zu dem FHs ihre Ent­schei­dung bekannt geben müs­sen, damit Studienwerber_innen in Ruhe zu ihrem zukünf­ti­gen Stu­di­um zusa­gen können.

Qua­li­täts­si­che­rung bei aka­de­mi­schen Weiterbildungslehrgängen

Der­zeit sind Lehr­gän­ge an Hoch­schu­len nicht aus­rei­chend regle­men­tiert oder gekenn­zeich­net. Hohe Qua­li­täts­stan­dards müs­sen an öster­reichs Hoch­schu­len ein­ge­hal­ten wer­den – egal ob in einem Stu­di­en- oder Lehr­gang. Daher for­dern wir die Pflicht zur Qua­li­täts­si­che­rung von Lehr­gän­gen durch eine unab­hän­gi­ge Stel­le (z.B. AQ Aus­tria), die den Stan­dards regu­lä­rer Bache­lor- und Mas­ter­stu­di­en­gän­gen entspricht.

Wei­ter­füh­ren­de Mas­ter als Stu­di­en­gän­ge an Fachhochschulen

Vie­le Stu­die­ren­de kön­nen kei­nen wei­ter­füh­ren­den Mas­ter an ihrer Fach­hoch­schu­le antre­ten, da die­ser dort nur als Lehr­gang ange­legt ist und somit meh­re­re Tau­send Euro kos­ten. Vie­le wer­den dadurch sogar gezwun­gen ihren Stu­di­en­ort zu wech­seln, um ein pas­sen­des Mas­ter­stu­di­um bele­gen zu kön­nen. Die­ser Miss­stand ist kein Ein­zel­fall und führt zu sozia­len Beschrän­kun­gen im Stu­di­um! Jeder wei­ter­füh­ren­de Mas­ter muss als Stu­di­en­gang ange­bo­ten wer­den, um allen Stu­die­ren­den die wei­ter­füh­ren­de (Aus-)Bildung zu ermöglichen!

Für die öffent­li­che Aus­fi­nan­zie­rung von Hochschulen

Wir for­dern eine Aus­fi­nan­zie­rung aller Fach­hoch­schu­len, päd­ago­gi­scher Hoch­schu­len und Uni­ver­si­tä­ten durch die öffent­li­che Hand. Nur wenn die Finan­zie­rung lang­fris­tig sicher­ge­stellt ist und man nicht von Inves­ti­tio­nen pri­va­ter Fir­men abhängt, las­sen sich hoch­qua­li­ta­ti­ve Stu­di­en anbie­ten. Dritt­mit­tel dür­fen aus­schließ­lich als Zusatz­ein­nah­men die­nen und dür­fen nicht not­wen­dig für die Auf­recht­erhal­tung von Lehr­be­trieb und For­schung sein. Stu­die­ren­de müs­sen eine Sicher­heit haben, dass sie ihr Stu­di­um fort­set­zen und abschlie­ßen können.

Frei­er Zugang zu wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten und Publikationen

Von frei zugäng­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten und Publi­ka­tio­nen pro­fi­tie­ren nicht nur Stu­die­ren­de bei der Suche nach einer pas­sen­den Quel­le für ihre Abschluss­ar­beit, son­dern auch die gesam­te Gesell­schaft, denn Fort­schritt setzt einen unge­hin­der­ten Wis­sens­fluss vor­aus. For­schungs­er­geb­nis­se dür­fen nicht hin­ter Pay­walls ver­steckt werden.

Daher for­dern wir, gege­be­nen­falls nach einer Sperr­frist, den frei­en, kos­ten­lo­sen und nie­der­schwel­li­gen Zugang zu von der öffent­li­chen Hand finan­zier­ter Forschung.

Schaf­fung von Ethik­platt­for­men an allen Hochschulen

Ethik ist ein sehr rele­van­tes The­ma sowohl in der For­schung als auch in der Leh­re. Um dies an Hoch­schu­len prä­sen­ter zu machen und einen Ort für Dis­kus­si­on zwi­schen den Mit­glie­dern der Hoch­schu­len zu schaf­fen, soll ver­pflich­tend an allen Hoch­schu­len eine “Ethik­platt­form” geschaf­fen wer­den. In die­ser sol­len Vertreter_innen aller Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten der Hoch­schu­le sowie Stu­die­ren­de ver­tre­ten sein. Als Ori­en­tie­rungs­ba­sis und Role­mo­del dafür soll die Ethik­platt­form der Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur Wien dienen.

Prüfungen

Nach­voll­zieh­ba­re Beurteilungskriterien

Stu­die­ren­de benö­ti­gen kla­re Infor­ma­tio­nen zu den Auf­ga­ben­stel­lun­gen der jewei­li­gen Lehr­ver­an­stal­tung, um das Zustan­de­kom­men der Noten nach­voll­zie­hen zu kön­nen. Noten dür­fen nicht auf die sub­jek­ti­ven Befind­lich­kei­ten von Leh­ren­den zurück­zu­füh­ren sein, son­dern brau­chen objek­ti­ve Kri­te­ri­en, nach denen beur­teilt wird. Des­halb for­dern wir einen umfang­rei­chen Kri­te­ri­en­ka­ta­log, der am Beginn der Lehr­ver­an­stal­tung an die Stu­die­ren­den kom­mu­ni­ziert und gege­be­nen­falls dis­ku­tiert wird. Dies soll vor allem bei prü­fungs­im­ma­nen­ten Lehr­ver­an­stal­tun­gen den Stu­die­ren­den Sicher­heit geben.

Rechts­si­cher­heit für prü­fungs­im­ma­nen­te Lehrveranstaltungen

Für Lehr­ver­an­stal­tun­gen, die mit einer ein­zel­nen Prü­fun­gen abschlie­ßen (z.B. die klas­si­sche Vor­le­sung), kennt das Gesetz kla­re regeln, die Stu­die­ren­de vor Will­kür schüt­zen. Bei allen ande­ren Lehr­ver­an­stal­tun­gen (“prü­fungs­im­ma­nen­te Lehr­ver­an­stal­tun­gen”, z.B. Übun­gen) ist das nicht der Fall.

Um für Stu­die­ren­de eine höhe­re Rechts­si­cher­heit bei The­men wie Anwe­sen­heits­pflich­ten und Wie­der­hol­bar­keit von Lehr­ver­an­stal­tun­gen zu gewähr­leis­ten for­dern wir hier gesetz­li­che Min­dest­an­for­de­run­gen. Der­zeit gibt es von Hoch­schu­le zu Hoch­schu­le sehr unter­schied­li­che Rege­lun­gen; daher gilt es hier öster­reich­wei­te Min­dest­stan­dards zu schaffen!

Rechts­schutz bei Prüfungen

Um poten­ti­ell will­kür­li­chen Beur­tei­lun­gen Schutz­me­cha­nis­men ent­ge­gen­set­zen zu kön­nen, for­dern wir die Mög­lich­keit von Rechts­mit­teln gegen die Beno­tung von Prüfungen.

Wie­der­ho­lungs­mög­lich­keit für posi­tiv abge­schlos­se­ne Lehr­ver­an­stal­tun­gen auf FHs

Für Fach­hoch­schu­len for­dern wir eine Wie­der­ho­lungs­mög­lich­keit für posi­tiv absol­vier­te Prü­fun­gen, um den Noten­schnitt ver­bes­sern zu können.

Recht auf Pri­vat­sphä­re auch bei Distanzprüfungen

Vie­le Stu­die­ren­de haben im ver­gan­ge­nen Jahr mas­si­ve Ein­grif­fe in ihre Pri­vat­sphä­re anneh­men müs­sen. Meh­re­re Kame­ras, Auf­zeich­nun­gen und Spy­wa­re muss­ten akzep­tiert wer­den, um an Prü­fun­gen teil­neh­men zu können.

Wir for­dern eine recht­li­che Klä­rung des Sach­ver­halts und kla­re Richt­li­ni­en für Distanz­prü­fun­gen, die unver­hält­nis­mä­ßi­gen Ein­grif­fen in die Pri­vat­sphä­re von Stu­die­ren­den den Rie­gel vor­schiebt. Soll­te die Teil­nah­me auf­grund unver­hält­nis­mä­ßi­ger Maß­nah­men ver­wei­gert wer­den, müs­sen von der Hoch­schu­le alter­na­ti­ve Modi geschaf­fen wer­den um allen Stu­die­ren­den die Teil­nah­me an Prü­fun­gen zu ermöglichen.

Digitalisierung

Digi­ta­le Kom­pe­tenz für Lehrende

Im ver­gan­ge­nen Jahr muss­ten im gan­zen Land Lehr­ver­an­stal­tun­gen auf digi­ta­le Metho­den umge­stellt wer­den. Dabei wur­den dras­ti­sche Unter­schie­de in der Kennt­nis benö­tig­ter Metho­den und Soft­ware zwi­schen den Leh­ren­den sicht­bar. Wäh­rend die einen die Poten­tia­le an Distance Lear­ning erkannt und genutzt haben (z.B. durch Vor­le­sungs­auf­zeich­nun­gen), gaben sich ande­re mit dem Hoch­la­den ihrer Prä­sen­ta­tio­nen zufrie­den. Die Digi­ta­li­sie­rung auf Hoch­schu­len darf kei­ne impro­vi­sier­te Über­brü­ckung blei­ben. Die posi­ti­ven Aspek­te der Digi­ta­li­sie­rung sol­len auch nach der aktu­el­len Aus­nah­me­si­tua­ti­on zur Qua­li­tät der Leh­re und der Fle­xi­bi­li­sie­rungs des Stu­di­ums zuguns­ten der Stu­die­ren­den bei­tra­gen. Daher for­dern wir Schu­lungs­an­ge­bo­te für Leh­ren­de zu den The­men Soft­ware­nut­zung und zeit­ge­mä­ßen didak­ti­schen Metho­den in Distance Settings.

Aus­bau der tech­ni­schen Infra­struk­tur an Hochschulen

Beson­ders die ein­schnei­den­den Maß­nah­men an Hoch­schu­len seit Beginn der COVID-19 Pan­de­mie haben gezeigt, wie wich­tig es für eine moder­ne Hoch­schu­le ist, dass sowohl Leh­ren­de als auch Stu­die­ren­de mit geeig­ne­ter tech­ni­scher Infra­struk­tur für Leh­re und For­schung aus der Distanz aus­ge­stat­tet sind. Wir for­dern den Aus­bau tech­ni­scher Infra­struk­tur an öster­reichs Hoch­schu­len. Auf jeden Fall muss es Strea­ming- und Auf­nah­me­mög­lich­kei­ten in Hör­sä­len und gro­ßen Semi­nar­räu­men geben. Für Stu­die­ren­de, die die benö­tig­te Infra­struk­tur nicht haben, muss die Hoch­schu­le Alter­na­ti­ven anbie­ten. Dies kann dadurch gesche­hen, dass eige­ne Räu­me oder tech­ni­sche Infra­struk­tur von der Hoch­schu­le gestellt und/oder alter­na­ti­ve Beur­tei­lungs­me­tho­den ange­bo­ten werden.

Kom­mis­si­on zur fai­ren Über­prü­fung von Schummelvorwürfen

Mit dem wach­sen­den Anteil an Distanz­prü­fun­gen wuchs auch die Angst der Leh­ren­den, dass geschum­melt wird. Die Anzahl an Vor­wür­fen dahin­ge­hend stieg in den letz­ten Mona­ten an vie­len Hoch­schu­len enorm. Lei­der ist es immer noch so, dass Prüfer_innen in sol­chen Situa­tio­nen Ankläger_in und Richter_in gleich­zei­tig sind. Die­ser Zustand ist unfair und untrag­bar. Daher for­dern wir die Ein­füh­rung von eige­nen Kom­mis­si­on, die unter Mit­wir­kung von Stu­die­ren­den die­se Schum­mel­vor­wür­fe unpar­tei­isch prüfen.

Soziales

Bei­hil­fen- und Sti­pen­dien­sys­tem an Lebens­rea­li­tä­ten anpassen

Wir for­dern eine Anpas­sung des Bei­hil­fen- und Sti­pen­dien­sys­tems an die Lebens­rea­li­tät der Stu­die­ren­den. Die Min­dest­stu­di­en­dau­er als Grund­la­ge für die Berech­nung der Anspruchs­dau­er her­an­zu­zie­hen igno­riert die Tat­sa­che, dass vie­le Stu­di­en nicht rea­lis­tisch in die­ser Zeit abge­schlos­sen wer­den kön­nen. Daher soll statt­des­sen die durch­schnitt­li­che Stu­di­en­dau­er + Tole­ranz­se­mes­ter für die Berech­nung her­an­ge­zo­gen wer­den. Bei­hil­fen müs­sen gegen Armut und Aus­gren­zung absi­chern, wes­halb eine Erhö­hung uner­läss­lich ist. Dar­über hin­aus sol­len Alters­gren­zen für Bei­hil­fen kom­plett abge­schafft werden.

Es braucht eine kla­re Über­sicht aller Bei­hil­fen und Sti­pen­di­en um Stu­die­ren­den den Zugang zu erleichtern.

Kei­ne Alters­gren­zen für stu­den­ti­sche Vergünstigungen

Wir for­dern, dass stu­den­ti­sche Ver­güns­ti­gun­gen (zB im öffent­li­chen Ver­kehr) allen Stu­die­ren­den offen ste­hen, unab­hän­gig von ihrem Alter. Das Durch­schnitts­al­ter Stu­die­ren­der in Öster­reich beträgt 27 Jah­re und nicht jede_r beginnt das Stu­di­um mit 18 Jah­ren. Die der­zei­ti­gen Rege­lun­gen igno­rie­ren die Rea­li­tät eben jener Per­so­nen­grup­pe, die durch sie ent­las­tet wer­den soll.

Erleich­te­run­gen für berufs­be­glei­ten­des Studieren 

65% der Stu­die­ren­den arbei­ten neben ihrem Stu­di­um, größ­ten­teils um sich die­ses finan­zie­ren zu kön­nen. Durch die­se zusätz­li­che zeit­li­che Belas­tung ist es vie­len nicht mög­lich in Min­dest­stu­di­en­zeit abzu­schlie­ßen und sie kom­men dadurch in die Situa­ti­on Stu­di­en­bei­trä­ge bezah­len zu müs­sen oder ver­lie­ren den Anspruch auf Bei­hil­fen. Wir for­dern daher eine län­ge­re Stu­di­en­bei­trags­be­frei­ung und län­ge­ren Anspruch auf Bei­hil­fen bei nach­weis­li­cher Erwerbstätigkeit.

Finan­zi­el­le Ent­las­tung für Stu­die­ren­de mit Betreuungspflichten

Wer ein Kind groß­zieht oder einen Fami­li­en­mit­glied pflegt kann nicht Voll­zeit stu­die­ren und wird seit Stu­di­um nicht inner­halb der Min­dest­stu­di­en­dau­er abschlie­ßen kön­nen. Doch auch die­se Arbeit gehört gewür­digt. Des­we­gen for­dern wir eine län­ge­re Stu­di­en­bei­trags­be­frei­ung und län­ge­ren Anspruch auf Bei­hil­fen für alle Stu­die­ren­den mit Betreuungspflichten.

Mehr Fle­xi­bi­li­tät und Selbst­be­stim­mung an Fach­hoch­schu­len durch Teilzeitstudium

Erwei­ternd zur Stu­di­en­un­ter­bre­chung soll es FH Stu­die­ren­den ermög­licht wer­den, aus im Vor­hin­ein bekann­ten, nach­weis­ba­ren Grün­den ihr Stu­di­en­jahr auf zwei Stu­di­en­jah­re auf­zu­bre­chen und somit für die­se Zeit ein Teil­zeit­stu­di­um zu beantragen.
Gemein­sam mit der Stu­di­en­gangs­lei­tung sol­len die Lehr­ver­an­stal­tun­gen des ers­ten und des zwei­ten Jah­res fest­ge­legt wer­den eben­so wie Über­gangs­be­stim­mun­gen bei einem all­fäl­li­gen Studienplanwechsel.

Hun­de­mit­nah­me in öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln auch für Stu­die­ren­de kostenlos

Stu­die­ren­de müs­sen im Groß­teil Öster­reichs für die Hun­de­mit­nah­me den hal­ben Fahr­preis erbrin­gen. In eini­gen Städ­ten Öster­reichs kann ein Hund mit der Jah­res­fahr­kar­te kos­ten­los mit­ge­führt wer­den. Nimmt ein_e Studierende_r seinen_ihren Hund in den Ver­kehrs­mit­teln mit, fal­len für jede Fahrt Unkos­ten an – nimmt man sei­nen Hund täg­lich in öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln mit, dann fal­len Kos­ten an, die fast drei­mal so hoch sind als das, was ein Stu­die­ren­den-Semes­ter­ti­cket kostet.

Gera­de wäh­rend der COVID-19-Pan­de­mie hat sich die Zahl der Hundebesitzer_innen nach­weis­lich erhöht und ein Hund ist in vie­len Fäl­len als sozi­al – emo­tio­na­le Stüt­ze nicht mehr weg­zu­den­ken. Wir for­dern des­halb, die kos­ten­lo­se Hun­de­mit­nah­me in Ver­kehrs­mit­teln der öster­rei­schen Ver­kehrs­ver­bün­de, um Stu­die­ren­den mit Hund kei­nen zusätz­li­chen untrag­ba­ren finan­zi­el­len Auf­wand auf­zu­er­le­gen. Außer­dem soll der Trans­port von Haus­tie­ren bei der Ver­hand­lung des von der Regie­rung bereits ange­kün­dig­ten 1 – 2‑3-Tickets inklu­diert werden.

Abschaf­fung der Studienbeiträge

Bil­dung ist ein Men­schen­recht und muss für jede_n frei zugäng­lich sein! Sozia­le, finan­zi­el­le und wirt­schaft­li­che Aspek­te dür­fen kein Aus­schluss­grund für ein Stu­di­um sein. Daher spre­chen wir uns klar gegen Stu­di­en­bei­trä­ge aus und for­dern dem­entspre­chend eine Abschaffung.

Beson­ders kri­tisch sehen wir, dass Stu­die­ren­de aus Dritt­staa­ten mit der Zah­lung deut­lich höhe­rer Stu­di­en­bei­trä­ge schon ab Stu­di­en­be­ginn struk­tu­rell benach­tei­ligt wer­den. Dies muss abge­schafft werden.

Kei­ne zusätz­li­chen Kos­ten im Studium

Vie­le Stu­die­ren­de müs­sen neben ihrem Stu­di­um arbei­ten um ihren Lebens­un­ter­halt bestrei­ten zu kön­nen. Hier stel­len Kos­ten in Lehr­ver­an­stal­tun­gen (Exkur­sio­nen, Übun­gen, Labo­ren) eine wei­te­re Belas­tung dar. Dafür sol­len die Hoch­schu­len zusätz­li­ches Bud­get bekom­men – die Kos­ten dür­fen nicht an den Stu­die­ren­den hän­gen bleiben.
Finan­zi­el­le Bar­rie­ren hin­dern den Stu­di­en­fort­schritt. Wir for­dern, dass Fach­li­te­ra­tur und Skrip­ten gene­rell frei und ein­fach zugäng­lich sind. Dies kann zum Bei­spiel durch eine öster­reich­weit zugäng­li­che Online­bi­blio­thek erfol­gen. Des wei­te­ren muss für die Lehr­ver­an­stal­tun­gen benö­tig­te Soft­ware frei zugäng­lich und kos­ten­los sein.

Inklusive Hochschulen

Ver­plich­ten­de Schu­lun­gen gegen unbe­wuss­te Vorurteile

Jeder Mensch hat Vor­ur­tei­le. Beson­ders im Zuge von Kom­mis­sio­nen zu Beru­fun­gen und Habi­li­ta­tio­nen ist es aller­dings wich­tig sich kri­tisch mit die­sen aus­ein­an­der­zu­set­zen und Vor­ur­tei­len betref­fend Geschlecht, Alter oder Her­kunft von Kandidat_innen kei­ne Chan­ce zu geben. Daher for­dern wir ver­pflich­ten­de Schu­lun­gen zum The­ma uncon­cious Bias für alle Kommissionsmitglieder.

Ange­bo­te für Stu­die­ren­de mit Kind(ern) an Hochschulen

5,6% der Stu­die­ren­de haben ein Kind im Alter von unter 14 Jah­ren, das im glei­chen Haus­halt lebt. Um auch die­sen Stu­die­ren­den ein Stu­di­um zu ermög­li­chen, müs­sen Kin­der­be­treu­ungs­an­ge­bo­te direkt an den Hoch­schu­len aus­ge­baut wer­den. Auch Wickel­ti­sche und Still­räu­me müs­sen flä­chen­de­ckend ange­bo­ten werden.

Bar­rie­re­frei­heit an Hochschulen

Hoch­schu­len müs­sen öster­reich­weit bar­rie­re­frei wer­den um eine inklu­si­ve Bil­dung ermög­li­chen zu kön­nen. Dafür muss ver­pflich­tend eine ent­spre­chen­de Infra­struk­tur geschaf­fen wer­den. Zusätz­lich sol­len Hoch­schu­len fle­xi­ble Lehr­an­ge­bo­te für Stu­die­ren­de mit län­ger andau­ern­de Behin­de­run­gen und/oder chro­ni­schen Erkran­kun­gen anbie­ten und Prü­fungs­si­tua­ti­on gege­be­nen­falls in einer bar­rie­re­frei­en Umge­bung anbieten.

Ver­ein­fach­te Aner­ken­nung aus­län­di­scher Abschlüsse

Um die Mobi­li­tät unter den Stu­die­ren­den und Nachwuchswissenschaftler_innen sicher­zu­stel­len, muss eine naht­lo­se Aner­ken­nung von Abschlüs­sen bzw. Rei­fe­zeug­nis­sen aus all jenen Län­dern geben, wel­che jene Abschlüs­se qua­li­täts­ge­si­chert haben. Der­zeit sind, selbst aus EU-Staa­ten, der­ar­ti­ge Nos­tri­fi­ka­tio­nen nur unter hohem büro­kra­ti­schen Auf­wand mög­lich. Es soll in Öster­reich eine Aner­ken­nug­ns­da­ten­bank, ähn­lich der Ana­bin Daten­bank (https://​ana​bin​.kmk​.org) in Deutsch­land, ein­ge­führt wer­den, um rasche und trans­pa­ren­te Ver­fah­ren zu ermöglichen.

Gen­der­di­ver­si­tät und – sen­si­bi­li­sie­rung fördern

Akti­ves För­dern der Gen­der­di­ver­si­tät an Hoch­schu­len durch Sen­si­bi­li­sie­rung des bereits bestehen­den Lehr­kör­pers ist uner­läss­lich. Lehr­per­so­nen müs­sen eine ver­pflich­ten­de Schu­lung zu Frau­en­för­de­rung, Gen­der­di­ver­si­tät und Gen­der­sen­si­bi­li­sie­rung besu­chen. Zusätz­lich müs­sen Hoch­schu­len eige­ne Lehr­ver­an­stal­tun­gen anbie­ten um Stu­die­ren­de auf die Gen­der­pro­ble­ma­tik auf­merk­sam zu machen.

Queer­för­de­rung an den Hochschulen

Feh­len­des Wis­sen zu The­men der Queer Com­mu­ni­ty und Dis­kri­mi­nie­rung von Queer­per­so­nen sind auf unse­ren Hoch­schu­len immer noch all­ge­gen­wär­tig. Hoch­schu­len müs­sen ihre Ange­hö­ri­gen in Form von Schu­lun­gen oder Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen zu The­men der Queer Com­mu­ni­ty sen­si­bi­li­sie­ren. Dar­über hin­aus soll jede Hoch­schu­le eine eige­ne Anlauf­stel­le für quee­re Per­so­nen ein­rich­ten. Außedem müs­sen Uni­sex-Toi­let­ten zur Ver­fü­gung stehen.

Unab­hän­gi­ge Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stel­le an Hochschulen

Dis­kri­mi­nie­rung und Über­grif­fe sind lei­der bit­te­re Rea­li­tät an unse­ren Hoch­schu­len. Des­halb braucht es nie­der­schwel­li­ge Bera­tungs­mög­lich­kei­ten, die auch anonym in Anspruch genom­men wer­den kön­nen. Ange­hö­ri­ge der Hoch­schu­len müs­sen eine Anlauf­stel­le haben, die ihnen sowohl psy­cho­lo­gi­sche als auch recht­li­che Bera­tung bie­tet und an wei­te­re Stel­len vermittelt.

Wir for­dern die Ein­rich­tung unab­hän­gi­ger Bera­tungs­stel­len für Dis­kri­mi­nie­rung an allen Hochschulen!Diese Bera­tungs­stel­len müs­sen kom­pe­tent und unab­hän­gig besetzt wer­den. Eine enge Zusam­men­ar­beit mit dem Arbeits­kreis für Gleich­be­hand­lungs­fra­gen ist not­wen­dig um die recht­lich ein­ge­rich­te­ten Struk­tu­ren zu wah­ren. Außer­dem sol­len die­se dem Senat jähr­lich Bericht erstat­ten über die gemel­de­ten Dis­kri­mi­nie­rungs­for­men, die getä­tig­te Bera­tung und kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen für die Hoch­schu­le vorschlagen.

Qualität in der Lehre

Ver­pflich­ten­de Didak­tik­schu­lun­gen & Kon­se­quen­zen bei Nicht­er­fül­lung von Pflich­ten der Leh­ren­den bzw. Hochschulen

All jene Per­so­nen, die in die Leh­re ein­stei­gen und kei­ne oder nicht aus­rei­chen­de didak­ti­sche Aus­bil­dung absol­viert haben, sol­len zu einer didak­ti­schen Aus­bil­dung ver­pflich­tet wer­den. Des Wei­te­ren müs­sen bei Rechts­ver­stö­ßen sei­tens der Hoch­schu­le oder der Leh­ren­den (z.B. zu lan­ge Kor­rek­tur­dau­er, Nicht­an­bie­ten von Prü­fungs­ter­mi­nen) Kon­se­quen­zen fol­gen, und die­ser Miss­stand schnellst­mög­lich beho­ben werden.

Aus­bau der Infra­struk­tur an Hochschulen

Hoch­schu­len sind nicht nur Orte des Leh­rens son­dern auch des Ler­nens. Dafür muss Stu­die­ren­den die not­wen­di­ge Infra­struk­tur gebo­ten wer­den! Wir for­dern daher die Schaf­fung von aus­rei­chend Lern- und Grup­pen­ar­beits­plät­zen sowie eine Aus­wei­tung der Öff­nungs­zei­ten der Hoch­schu­len und Biblio­the­ken. Zusätz­lich braucht es Auf­ent­halts- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­räu­me sowie Gemein­schafts­kü­chen für Studierende.

Im Rah­men der Lehr­ver­an­stal­tun­gen for­dern wir außer­dem einen Aus­bau der Aus­stat­tung in Hör­sä­len, Semi­nar­räu­men und Labo­ren. Hier geht es auch nicht um rei­ne Quan­ti­tät son­dern auch die Qua­li­tät und Zuver­läs­sig­keit der Infra­struk­tur muss gewähr­leis­tet sein.

Hoch­wer­ti­ge Leh­re als essen­ti­el­ler Teil einer Hochschulkarriere

Exzel­len­te Leh­re gehört von Sei­ten der Hoch­schu­le hono­riert, wohin­ge­gen nega­tiv eva­lu­ier­te Leh­re durch ent­spre­chen­de Schu­lun­gen ver­bes­sert wer­den muss. Hier­für braucht es ein nie­der­schwel­li­ges Eva­lu­ie­rungs­sys­tem, damit mög­lichst vie­le Stu­die­ren­de ihre Mei­nun­gen anonym abge­ben kön­nen. Die Ergeb­nis­se müs­sen Studierendenvertreter_innen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den und als Basis für Ver­bes­se­run­gen bzw. Aus­zeich­nun­gen von Lehr­ver­an­stal­tun­gen die­nen. Wir for­dern, dass für gute Leh­re ein attrak­ti­ves Anreiz­sys­tem geschaf­fen wird und bei unge­nü­gen­den didak­ti­schen Kom­pe­ten­zen Fort­bil­dun­gen und Schu­lun­gen ver­pflich­tend zu absol­vie­ren sind. Wei­ters soll das Enga­ge­ment in Gre­mi­en eine ent­spre­chen­de Hono­rie­rung fin­den, denn auch hier wird an den Rah­men­be­din­gun­gen für hoch­wer­ti­ge Leh­re gearbeitet.

Stu­dier­ba­re Studien

Wir sind der Über­zeu­gung, dass die Lebens­rea­li­tät der Stu­die­ren­den umfas­send in Ent­schei­dungs­pro­zes­se an Hoch­schu­len ein­be­zo­gen wer­den muss. Die Beach­tung des Aspekts der Stu­dier­bar­keit und stu­den­ti­scher Per­spek­ti­ven ist daher essen­ti­ell. Bei der Cur­ri­cu­la-Gestal­tung soll auf stu­die­ren­den­zen­trier­tes Leh­ren und Ler­nen geach­tet wer­den und Aspek­te wie Modu­la­ri­sie­rung, Stu­die­ren­den­mo­bi­li­tät (z.B. über Mobi­li­täts­fens­ter) sowie Wahl­frei­heit und indi­vi­du­el­le Schwer­punkt­set­zung sol­len, im Sin­ne der Stu­dier­bar­keit, berück­sich­tigt wer­den. Dar­über hin­aus muss auch durch eine Ver­bes­se­rung struk­tu­rel­ler Rah­men­be­din­gun­gen (z.B. Erleich­te­run­gen bei Aner­ken­nun­gen, mög­lichst kur­ze Kor­rek­tur­dau­ern, Ver­ein­bar­keit von Lehr­ver­an­stal­tun­gen mit sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen, Ange­bot von aus­rei­chend Prü­fungs­plät­zen) ein wich­ti­ger Bei­trag zu einem stu­dier­ba­ren Stu­di­um geleis­tet werden.

Fai­re Bedin­gun­gen in Beru­fungs- und Habilitationskommissionen

Um eine best­mög­li­che Aus­wahl­ent­schei­dung in Kom­mis­sio­nen zu ermög­li­chen, soll bei der Zusam­men­set­zung von Kom­mis­sio­nen ver­pflich­tend auf Diver­si­tät der Mit­glie­der – ins­be­son­de­re auf ein aus­ge­wo­ge­nes Geschlech­ter­ver­hält­nis – geach­tet wer­den. Eben­so muss klar­ge­stellt wer­den, dass even­tu­el­le Befan­gen­hei­ten jeg­li­cher Art vor Beginn der Kom­mis­si­on defi­niert und dekla­riert wer­den müssen.

Des wei­te­ren spre­chen wir uns für eine Stär­kung und gesetz­li­che Ver­an­ke­rung der Mit­wir­kungs­rech­te von Stu­die­ren­den bei abge­kürz­ten Beru­fungs­ver­fah­ren aus sowie für die Abschaf­fung der ECTS-Gren­ze bei der Ent­sen­dung von Stu­die­ren­den in Kommissionen.

Drit­tel­pa­ri­tät in Gremien

Um die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den zu ver­tre­ten, braucht es in den Gre­mi­en der Hoch­schu­len ein aus­ge­wo­ge­nes Macht­ver­hält­nis. Momen­tan wer­den vie­le Ent­schei­dun­gen über die Köp­fe der Stu­die­ren­den hin­weg getrof­fen und unse­re Bedürf­nis­se wer­den poli­ti­schen sowie finan­zi­el­len Inter­es­sen untergeordnet.

Um das ändern zu kön­nen for­dern wir, dass min­des­tens ein Drit­tel der Plät­ze in Gre­mi­en von Stu­die­ren­den besetzt wird, um die Anlie­gen der Stu­die­ren­den mit star­ker Stim­me ver­tre­ten zu können.

Praktika

Fai­re Ent­loh­nung für Praktika

In vie­len Stu­di­en­gän­gen sind Prak­ti­ka ver­pflich­tend und neh­men oft über 40 Wochen­stun­den in Anspruch. Zusätz­lich müs­sen Prü­fun­gen abge­schlos­sen und das Leben finan­ziert wer­den, das ist in vie­len Fäl­len ein enor­mer Stress­fak­tor. Stu­die­ren­de sind nicht ein­fach eine bil­li­ge Stüt­ze für die Prak­ti­ka anbie­ten­den Stel­len, son­dern unse­re Arbeit ist wert­voll und ver­dient Aner­ken­nung! Des­we­gen for­dern wir eine fai­re Ent­loh­nung unse­rer Arbeit in Praktika.

Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für teil­neh­men­de Stu­die­ren­de an Sommerschulen

Som­mer­schu­len sol­len dro­hen­de Bil­dungs­nach­tei­le ent­ge­gen­wir­ken, die auf­grund unter­schied­li­cher Rah­men­be­din­gun­gen bei Schüler_innen durch die Covid-19 Situa­ti­on ent­stan­den sind. Die Teil­nah­me an den Som­mer­schu­len ist kos­ten­los. Lehr­amts­stu­die­ren­de unter­rich­ten Kin­der und erhal­ten aktu­ell dafür nur 5 ECTS-Punk­te. Dies inklu­diert auch die Vor- und Nachbereitungskurse.

Wir for­dern ein fai­res Modell, wel­ches an Som­mer­schu­len teil­neh­men­den Stu­die­ren­den garan­tiert, dass sie einen finan­zi­el­len Fahrt­kos­ten­zu­schuss und eine Auf­wands­ent­schä­di­gung erhal­ten. Zusätz­lich müs­sen sämt­li­che benö­tig­te Lehr­ma­te­ria­li­en den Stu­die­ren­den zur Ver­fü­gung gestellt oder Anschaf­fungs­kos­ten über­nom­men werden.

Öster­reich­wei­tes Praktikumsgütesiegel

Wir for­dern die Ein­füh­rung eines öster­reich­wei­ten Prak­ti­kums­gü­te­sie­gel. Praktikaanbieter_innen sol­len auf Basis eines Kri­te­ri­en­ka­ta­logs (Gehalt, Qua­li­tät der Betreu­ung, Arbeits­zei­ten, …) beur­teilt wer­den. Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen mit guten Bedin­gun­gen erhal­ten von der ÖH Bun­des­ver­tre­tung das Prak­ti­kums­gü­te­sie­gel. Die Lis­te aller aus­ge­zeich­net Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen ist öffent­lich ein­seh­bar. Stu­die­ren­de pro­fi­tie­ren durch eine höhe­re Trans­pa­renz bei den Arbeits­be­din­gun­gen bei Prak­ti­ka wäh­rend Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen durch mehr Bewer­bun­gen von moti­vier­ten Stu­die­ren­den profitieren.

Stärkung der Studierendenvertretung

Stel­lung­nah­me­pro­zess der Hoch­schul­ver­tre­tun­gen vor Leistunsvereinbarungsperioden 

Die Hoch­schul­ver­tre­tun­gen sol­len in die vor­be­rei­ten­den Gesprä­che zu den Leis­tungs­ver­ein­ba­run­gen und Ent­wick­lungs­plä­nen ver­pflich­tend ein­ge­bun­den wer­den. Da mit die­sen Doku­men­ten wesent­li­che Eck­punk­te und Ver­pflich­tun­gen für die Hoch­schu­len geformt wer­den, ermög­licht die Par­ti­zi­pa­ti­on Anlie­gen der Stu­die­ren­den direkt in die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Hoch­schu­len mit ein­flie­ßen zu lassen.

Star­ke Rech­te für Studierendenvertreter_innen

Wenn man die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den ver­tritt, äußert man zwangs­läu­fig auch Kri­tik an Leh­ren­den und damit oft den eige­nen Prü­fen­den. Damit sich das nicht auf die Note nie­der­schlägt, braucht es eine gesetz­li­che Absi­che­rung. Die aktu­el­le Rechts­la­ge, die ein Recht auf kom­mis­sio­nel­le Beur­tei­lung beinhal­tet, bie­tet kei­ne Lösun­gen für imma­nen­te Lehr­ver­an­stal­tun­gen – das gehört geändert.

Die Stu­die­ren­den­ver­tre­tung in Öster­reich beruht auf Frei­wil­lig­keit und Ehren­amt­lich­keit. Studierendenvertreter_innen machen ihre Arbeit aus Über­zeu­gung und inves­tie­ren in die­se zeit­li­che, mone­tä­re und vie­le wei­te­re Res­sour­cen. Dies darf zu kei­nen Nach­tei­len füh­ren wes­halb wir auch hier eine gesetz­li­che Grund­la­ge eine Absi­che­rung sicher­stel­len muss. Par­al­lel zu der bereits gel­ten­den Rege­lung zur Ver­län­ge­rung des Anspru­ches auf Stu­di­en­bei­hil­fe for­dern wir ein Recht auf Erlass des Stu­di­en­bei­tra­ges für Studierendenvertreter_innen.

Wer sich in der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung enga­giert, soll­te auch die ent­spre­chen­den Rech­te für sich in Anspruch neh­men kön­nen. Aktu­ell fal­len aller­dings vie­le enga­gier­te Stu­die­ren­de aus der gesetz­lich Defi­ni­ti­on der “Studierendenvertreter_innen” her­aus. Die­se Defi­ni­ti­on im Gesetz muss über­ar­bei­tet wer­den, sodass zum Bei­spiel Jahr­gangs­ver­tre­tun­gen, die an FHs eine sehr wich­ti­ge Rol­le spie­len, in Zukunft inklu­diert sind.

Unter­stüt­zung von Ver­net­zung für loka­le Vertretungen

Wir set­zen uns auch zukünf­tig für die Ver­net­zung und Wei­ter­bil­dung der Stu­di­en­ver­tre­tun­gen, Refe­ra­te und Hoch­schul­ver­tre­tun­gen ein. Die­se Unter­stüt­zung muss u.a. von der ÖH-Bun­des­ver­tre­tung orga­ni­siert und finan­ziert wer­den. Damit legen wir die Basis für kom­pe­ten­te Bera­tung und eine star­ke Ver­tre­tung für alle Studierenden.

Wir for­dern den Aus­bau an Schu­lungs­an­ge­bo­ten für Stu­di­en- und Hoch­schul­ver­tre­tun­gen. Vor allem auf die­sen Ebe­nen der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung herrscht ein enger Kon­takt mit Stu­die­ren­den. Stu­di­en- und Hochschulvertreter_innen sind es, die am bes­ten wis­sen was Stu­die­ren­de für ein erfolg­rei­ches Stu­die­ren und Leben benö­ti­gen. Die­se Arbeit gehört hono­riert und geför­dert durch kos­ten­lo­se Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten in allen Auf­ga­ben­be­rei­chen der Hoch­schul­ver­tre­tun­gen sowie zu Softs­kills wie Ver­hand­lungs­stra­te­gien und Rhe­to­rik. Nur so kann die best­mög­li­che Ver­tre­tungs­ar­beit gewähr­leis­tet werden.