Statement der FLÖ

Unabhängige Fachschaftslisten verurteilen rechtsextreme Äußerungen von StudierendenvertreterInnen der Aktionsgemeinschaft Jus

Die Unab­hän­gi­gen Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs (FLÖ) ver­ur­tei­len das Ver­hal­ten der Stu­die­ren­den­ver­tre­te­rIn­nen der FV Juri­di­cum Wien, Mit­glie­dern der Akti­ons­ge­mein­schaft (AG), auf das Schärfs­te. Eine Erklä­rung, war­um sol­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren in der AG über­haupt tole­riert und mög­lich gemacht wer­den, steht aus. “Het­ze und Ver­harm­lo­sung der Ver­bre­chen des Natio­nal­so­zia­lis­mus sind kein schwar­zer Humor, son­dern in keins­ter Wei­se tole­rier­bar”, so Johan­na Zech­meis­ter, die bun­des­wei­te Spit­zen­kan­di­da­tin der FLÖ. Die Akti­ons­ge­mein­schaft muss ihren Ankün­di­gun­gen unmit­tel­bar Taten fol­gen las­sen und die betref­fen­den Mit­glie­der nun auch sofort aus ihren Rei­hen aus­schlie­ßen, aber auch eine geziel­te Auf­ar­bei­tung sicher­stel­len. Die Taten des Natio­nal­so­zia­lis­mus dür­fen nie­mals ver­harm­lost wer­den. Die gele­ak­ten Äuße­run­gen zei­gen deut­lich, dass auch 72 Jah­re nach der Befrei­ung immer noch anti­se­mi­ti­sches und den Holo­caust ver­harm­lo­sen­des Gedan­ken­gut in den Köp­fen der Men­schen her­um­spukt. Eine Recht­fer­ti­gung, die­se Äuße­run­gen sei­en ‘aus dem Zusam­men­hang einer Dis­kus­si­on geris­sen’ und ledig­lich ‘schwar­zer Humor’ ist inak­zep­ta­bel.

“Der­ar­ti­ge Umtrie­be zei­gen deut­lich, dass Erin­ne­rungs­kul­tur in der ÖH Platz haben muss. Dar­um ist es auch sehr zu befür­wor­ten, dass sich Ver­tre­te­rIn­nen der Bun­des-ÖH wie ges­tern an den Fei­er­lich­kei­ten zum Tag der Befrei­ung betei­li­gen”, stellt Zech­meis­ter unmiss­ver­ständ­lich fest.

Wir for­dern die Akti­ons­ge­mein­schaft dazu auf, die­sen unent­schuld­ba­ren Ent­glei­sun­gen unver­züg­lich merk­ba­re Kon­se­quen­zen fol­gen zu las­sen, sowohl per­so­nell als auch struk­tu­rell!