FLÖ zur StEP: Mehr Verwaltung – weniger Chancen!

Für die Umsetzung der neuen Regelungen bleibt fast keine Zeit!

Obwohl der Entwurf im Vorfeld von allen Betroffenen kritisiert wurde, fand auch diesmal keine Diskussion über die Änderungswünsche statt und wurde so von der Regierungsmehrheit durchgewunken.

„Die verschärfte Studieneingangsphase wird nur zu Verschiebungen der Engpässe und Studienzeitverzögerungen führen. Zusammen mit der Kürzung der Familienbeihilfe mit Anfang Juli ist das ein weiterer Schlag ins Gesicht der Studierenden.“ zeigt sich Beate Treml, Bundessprecherin der Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ), entsetzt.

Die FLÖ sehen in der beschlossenen Voranmeldepflicht nur einen erhöhten Verwaltungsaufwand. Das Ziel der besseren Planbarkeit für die  Universitäten wird jedoch klar verfehlt, da die Planung für die Lehre schon Wochen oder Monate vor Ende dieser Frist abgeschlossen ist.

„Das kann wohl nur als Farce und Schikane für die Studierenden bezeichnet werden“, empört sich Martin Schott, Pressesprecher der FLÖ.

Nachdem die Änderungen schon ab Sommer in Kraft treten, müssen in ganz Österreich tausende Studienpläne geändert werden. Da das Gesetz aber erst mit der Unterzeichnung durch Bundespräsident Fischer Gültigkeit erlangt, bleibt den Universitäten durch gesetzlich vorgeschriebene Fristenläufe nur wenige Tage bis Wochen um diesen Kraftakt zu schaffen. Die Universitäten sind deshalb gezwungen ihre eigenen Qualitätssicherungsmaßnamen bei der Studienplanentwicklung zu brechen.

Diese verantwortungslose Vorgangsweise zeigt, wie weit sich Frau Prof. Karl schon von den Universitäten entfernt hat.