FLÖ: Ausschuss beschließt Studien-Knock-Out-Phase

Die Unab­hän­gi­gen Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs (FLÖ) kri­ti­sie­ren beson­ders die Kür­zung der Prü­fungs­an­trit­te und die völ­lig über­has­te Umsetzung.

In der heu­ti­gen Sit­zung des Wis­sen­schafts­aus­schus­ses wur­den die Ände­run­gen der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se beschlos­sen. Damit scheint auch das Par­la­ment der Ver­rin­ge­rung der Prü­fungs­wie­der­ho­lun­gen von bis­her drei auf maxi­mal zwei zustim­men zu wol­len. Wird der vor­ge­leg­te Ent­wurf auch im Natio­nal­rat ange­nom­men müss­te in allen Stu­di­en­plä­nen ohne Zugangs­be­schrän­kun­gen bis Herbst die neue Stu­di­en­ein­gangs­pha­se ein­ge­führt wer­den. Die Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs sehen mit die­ser über­has­te­ten Vor­ge­hens­wei­se die Bun­des­re­gie­rung end­gül­tig ent­larvt und kri­ti­sie­ren deren Ahnungs­lo­sig­keit über die Universitäten.

Wer qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Stu­di­en in Öster­reich haben möch­te, muss Ein­blick in den Erstel­lungs­pro­zess von Stu­di­en­plä­nen haben. Gera­de jetzt gehen die Arbei­ten in den uni­ver­si­tä­ren Gre­mi­en in die End­pha­se. Die Regie­rung offen­bart mit so einer Kurz­schluss­ak­ti­on das Des­in­ter­es­se an stu­den­ti­scher Mit­ar­beit und macht mit die­sem Husch-Pfusch-Vor­schlag vie­le Bemü­hun­gen zunich­te“, ist Bea­te Treml, Bun­des­spre­che­rin der FLÖ, empört.

In der neu­en Stu­di­en­ein­gangs­pha­se soll es auch nur mehr maxi­mal zwei Wie­der­ho­lun­gen bei Prü­fun­gen geben. Die FLÖ sehen dahin­ter den Wil­len der Bil­dungs­ab­bau­trup­pe rund um Schmied und Karl vie­le jun­ge Men­schen am Stu­die­ren zu hin­dern. Gera­de in der ers­ten Pha­se des Stu­di­ums ist eine Ori­en­tie­rung an der Uni­ver­si­tät wich­tig. Hier den Stu­die­ren­den weni­ger Chan­cen zu ermög­li­chen und Knock-Out-Prü­fun­gen flä­chen­de­ckend ein­füh­ren zu wol­len, ist skandalös.

Als par­tei­un­ab­hän­gi­ge Stu­die­ren­den­ver­tre­tung for­dern wir alle Abge­ord­ne­ten über die Par­tei­gren­zen hin­weg dazu auf, die­sem Ent­wurf nicht zuzu­stim­men. Es wäre der nächs­te fahr­läs­si­ge Akt in der aktu­el­len Bil­dungs- und Wis­sen­schafts­po­li­tik. Die Uni­ver­si­tä­ten müs­sen vor der kurz­sich­ti­gen Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung geschützt wer­den“ schließt Kili­an Stark, stell­ver­tre­ten­der Bun­des­spre­cher der FLÖ.