FLÖ: Sparen zum Selbstzweck? Wohin will Österreich?

Einsparungen im Bildungsbereich sind kein nachhaltiger Weg aus der Krise

Die von der Bundesregierung geplanten Budgetkürzungen im tertiären Bildungssektor bedeuten den Ruin für die österreichische Hochschullandschaft. „Gerade für ein Land wie Österreich, das im weltweiten Wettbewerb nur durch Forschung und Entwicklung punkten kann, ist es fahrlässig sich in diesem Bereich tot zu sparen. Doch genau das passiert. Während die Universitäten aufgrund von Geldmangel schon jetzt ihren Aufgaben kaum gerecht werden können, bedeuten weitere Kürzungen das endgültige Aus für gute Lehre und hochwertige Forschung und damit langfristig auch das Aus für den Standort Österreich.“ erklärt Stefan Thum, stv. Pressesprecher der Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ). Im Gegensatz zu fragwürdigen Infrastrukturprojekten können Investitionen in Forschung und
Innovation die österreichische Wirtschaft langfristig stabilisieren und Geld in die Staatskassa spülen.

Dringender Handlungsbedarf

Dennoch stehen die Handlungen des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in klarer Opposition zu einer verantwortungsvollen Politik den Universitäten gegenüber. Anstatt ein langfristiges Finanzierungskonzept für den tertiären Bildungssektor zu entwickeln, beugt sich die Wissenschaftsministerin der Sparwut des Finanzministers. „So sieht für uns keine verantwortungsvolle Politik aus. Wir fordern Bundesministerin Karl auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und gegen den Bildungsabbau und das Aushungern der Universitäten klar Stellung zu beziehen.“ ärgert sich Martin Schott, Pressesprecher der FLÖ.

Gemeinsam für Verbesserungen eintreten

Um bei den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern ein Umdenken zu bewirken, müssen jetzt alle betroffenen an einem Strang ziehen. Anstatt sich wie bisher gegeneinander Ausspielen zu lassen, müssen alle Universitäten und alle Kurien gemeinsam für Verbesserungen eintreten. Es ist sinnlos, sich um das größte Stück eines nicht vorhandenen Budgetkuchens zu streiten, die Rektoren, Senatsvorsitzenden und Studierenden müssen eine geschlossene Front gegen die wahnsinnigen Sparpläne der Bundesregierung bilden. Gemeinsam mit den HochschülerInnenschaften an den Universitäten und der Bundes-ÖH rufen die Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs die Vorsitzenden der Senate und alle Rektorate auf, sich dem Protest gegen die Sparpläne anzuschließen. Nur durch das gemeinsame Auftreten aller universitären Gruppen und Universitäten kann ein Einlenken der Politik bewirkt und der Fortbestand von hochwertiger Lehre und Forschung gesichert werden.