Selektion ist nicht die Lösung

Die von der ÖVP vor­ge­schla­ge­ne Abschaf­fung der frei­en Stu­di­en­wahl ist indiskutabel.

Die unab­hän­gi­gen Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs (FLÖ) reagie­ren mit Unver­ständ­nis auf den Vor­schlag der ÖVP-Per­spek­ti­ven­grup­pe, nach dem die Uni­ver­si­tä­ten sich in Zukunft ihre Stu­die­ren­den sel­ber aus­su­chen kön­nen sol­len. Es kann nicht sein, dass an jeder öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tät ande­re Moda­li­tä­ten am Beginn eines Stu­di­ums gel­ten, außer­dem wird durch sol­che Maß­nah­men die sozia­le Selek­ti­on wei­ter verstärkt.

Es ist unzu­mut­bar, dass allein die Her­kunft über den Wer­de­gang eines Men­schen ent­schei­den soll“, zeigt sich Hart­wig Brandl (FLÖ-Bun­des­spre­cher) scho­ckiert über die Aus­sa­gen der ÖVP-Vertreterin.

Sogar die Rek­to­rIn­nen­kon­fe­renz hat mitt­ler­wei­le erkannt, dass die Stu­die­ren­den nicht der Feind der Uni­ver­si­tät sind, son­dern dass nur hoch­qua­li­fi­zier­te jun­ge Men­schen den wirt­schaft­li­chen Erfolg und die Zukunft Öster­reichs absichern.