FLÖ: Nein zur Studiengebührenfreigabe

Die von Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Hahn ange­dach­te Frei­ga­be der Stu­di­en­ge­büh­ren ist nicht akzep­ta­bel. Sie wür­de zu ver­schärf­ter, sozia­ler Selek­ti­on führen.

Eine kla­re Absa­ge an die Idee, dass die Uni­ver­si­tä­ten sich die Höhe der Stu­di­en­ge­büh­ren selbst aus­su­chen kön­nen, ertei­len die unab­hän­gi­gen Fach­schafts­lis­ten Öster­reich (FLÖ). „Die Stu­di­en­ge­büh­ren glei­chen Bud­get­kür­zun­gen bei den Uni­ver­si­tä­ten aus. Die Frei­ga­be der Gebüh­ren wür­de unwei­ger­lich zu einer Erhö­hung der­sel­ben füh­ren.” kri­ti­siert Gabor Sas, Bun­des­spre­cher der FLÖ, die Aus­wir­kung die so eine Frei­ga­be erwir­ken würde.

Die Uni­ver­si­tä­ten müs­sen end­lich über aus­rei­chend Mit­teln ver­fü­gen. Es kann kei­nes­falls sein, dass sich der Staat immer wei­ter aus der Finan­zie­rung zurück­zieht, wäh­rend die Stu­di­en­ge­büh­ren lau­fend erhöht wer­den. Genau das ist aber in Zukunft zu befürch­ten. Durch den Rück­zug des Staa­tes wer­den die Uni­ver­si­tä­ten am Ende auch mit mas­siv erhöh­ten Stu­di­en­ge­büh­ren kei­nes­wegs mehr Geld zur Ver­fü­gung haben.“ So Fadi Sin­no, Vor­sit­zen­der der ÖH an der Uni Graz

Außer­dem wür­de es teu­re­re und bil­li­ge­re Uni­ver­si­tä­ten geben. Die Teu­re­ren wür­den in der Öffent­lich­keit als die Bes­se­ren gel­ten, die bil­li­ge­ren als die Schlech­te­ren. Damit wür­den Bes­ser­ver­die­nen­de sich die so genann­ten bes­se­ren Unis leis­ten kön­nen und die Schlech­ter­ver­die­nen­den müss­ten in die angeb­lich schlech­te­ren Unis gehen” befürch­tet Fadi Sin­no eine ver­schärf­te sozia­le Selektion.

In der gan­zen Dis­kus­si­on rund um die Stu­di­en­ge­büh­ren gab es in den letz­ten Wochen vie­le abzu­leh­nen­de Vor­schlä­ge, aber die­ser setzt dem Gan­zen jedoch die Kro­ne auf. Bun­des­kanz­ler Gusen­bau­er soll­te sich schleu­nigst von die­ser Idee distan­zie­ren, damit nicht auch noch Ver­schlech­te­run­gen auf die Stu­die­ren­den zukommen”.

Fach­schafts­lis­ten Österreichs:
Die unab­hän­gi­gen Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs sind eine poli­ti­sche, aber par­tei­un­ab­hän­gi­ge Frak­ti­on inner­halb der Öster­rei­chi­schen Hoch­schü­le­rin­nen- und Hoch­schü­ler­schaft. Sie sind auf fast allen Uni­ver­si­tä­ten und in allen Ebe­nen der ÖH ver­tre­ten. Ihr Cre­do ist „von Stu­die­ren­den, für Stu­die­ren­de“. Auf­grund ihrer star­ken Prä­senz in den stu­die­ren­den­na­hen Stu­di­en­ver­tre­tun­gen ken­nen sie die Pro­ble­me der Stu­die­ren­den genau und arbei­ten ohne Ein­fluss einer Par­tei an Lösungen.

Rück­fra­ge­hin­weis:
Fadi Sin­no www​.fach​schafts​lis​te​.at