Indexanpassung bei Stipendien seit Jahren überfällig!

Die unabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ) begrüßen die erneute Erhebung der sozialen Lage der Studierenden durch das Ministerium. Eine Folge sollte eine von den Fachschaftslisten längst geforderte Indexanpassung der Stipendien sein.

StipendienbezieherInnen müssen höhere Lebenserhaltungskosten seit Jahren schlucken

Die Höhe der Stipendien, Zuverdienstgrenzen und Einkommensgrenzen der Eltern wurde seit dem Jahr 1999 nicht mehr an den Verbraucherpreisindex angepasst. Eine Erhöhung wird von den FLÖ schon seit langem gefordert. Bundessprecher Gabor Sas zur Problematik: „Eine Inflationsanpassung sollte eigentlich jährlich erfolgen. Hier ist aber zum Nachteil der Studierenden seit über sechs Jahren nichts passiert“. Die Inflation beträgt seit 1999 in Summe 13,2 Prozent. Die BeihilfenempfängerInnen – ohnehin meist unter dem Existenzminimum lebend – müssen jährlich Kaufkrafteinbußen hinnehmen und werden dadurch zunehmend gezwungen, mit Nebenverdiensten ihr Studium zu finanzieren.

FLÖ fordert Ministerin zum Handeln auf

Die unabhängigen Fachschaftslisten haben dem Ministerium schon Anfang des Jahres zahlreiche Vorschläge zur Anpassung des Studienförderungsgesetzes unterbreitet. Nach Auswertung der derzeit unter den Studierenden stattfindenden Sozialerhebung müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Katharina Fallmann, Sozialsprecherin der Fachschaftslisten, gibt sich optimistisch: „Wir hoffen, dass Bundesministerin Gehrer so bald als möglich die Anpassung vornimmt. Dann könnten schon im kommenden Semester die höheren Stipendien ausbezahlt werden“.

Weitere Hürden im Studienbeihilfengesetz

Ein weiteres Problem stellt für die FLÖ die kurze Übergangsfrist von Bakkalaureatsstudien zu Magisterstudien dar. Wer mehr als 18 Monate Pause macht nach Abschluss des Bakkalaureats verliert jeden weiteren Beihilfenanspruch für ein Magisterstudium. Gabor Sas dazu: „Das Ministerium erwartet, dass sich die Studierenden zwischen Bakkalaureat und Magister Praxis aneignen. Dafür reicht die bisherige Frist nicht aus. Sie gehört auf mindestens fünf Jahre verlängert, wenn nicht sogar abgeschafft.“

Rückfragehinweis:
Gabor Sas, Bundessprecher, gsas@fsmat.at
Katharina Fallmann, Sozialsprecherin, kath@htu.tugraz.at