Fachschaftslisten Österreichs beziehen erneut kritisch Stellung zum neuen HSG

FLÖ sowohl mit Inhalt als auch mit der Vor­ge­hens­wei­se nicht ein­ver­stan­den

In einer detail­lier­ten Stel­lung­nah­me zum Ent­wurf der Novel­lie­rung des Hoch­schü­ler­schafts­ge­set­zes von 1998 (HSG) bestär­ken die Fach­schafts­lis­ten Öster­reichs (FLÖ) noch ein­mal ihre Kri­tik­punk­te am ein­ge­brach­ten Initia­tiv­an­trag. Die FLÖ hal­ten eine Reform des HSG zwar für not­wen­dig, ver­ur­tei­len jedoch sowohl die Vor­ge­hens­wei­se der Antrag­stel­le­rin­nen, als auch zahl­rei­che inhalt­li­che Punk­te des Ent­wurfs.

Nicht nur dass unse­re Kern­for­de­rung nach einer insti­tu­tio­nel­len Ein­bin­dung der loka­len Hoch­schü­ler­schafts­vor­sit­zen­den mit Sitz und Stim­me in die Bun­des­ver­tre­tung (BV) nicht erfüllt wur­de, man will dar­über hin­aus sogar die Vor­sit­zen­den­kon­fe­renz der Uni­ver­si­täts­ver­tre­tun­gen abschaf­fen,“ so Andre­as Zahal­ka, der Bun­des­spre­cher der FLÖ, der die­se Schwä­chung der loka­len Hoch­schü­ler­schaf­ten als Affront gegen­über der Vor­sit­zen­den­kon­fe­renz der Uni­ver­si­täts­ver­tre­tun­gen sieht.

Wei­te­re Kri­tik­punk­te der FLÖ betref­fen unter ande­rem das feh­len­de pas­si­ve Wahl­recht für aus­län­di­sche Stu­die­ren­de, die Orga­ne gemäß Sat­zung, die Kom­pe­tenz­ver­tei­lun­gen, den Ver­mö­gens­über­gang auf die Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten, die Wahl­kom­mis­sio­nen, die Kon­troll­kom­mis­si­on, den geplan­ten Leis­tungs­be­richt an den Natio­nal­rat, die Infra­struk­tur, sowie die Ent­sen­dung in die uni­ver­si­tä­ren Kol­le­gi­al­or­ga­ne, ins­be­son­de­re den Senat und die Cur­ri­cu­la­kom­mis­sio­nen.

Posi­tiv ist für die FLÖ die finan­zi­el­le Stär­kung der Hoch­schü­le­rIn­nen­schaf­ten an den Uni­ver­si­tä­ten. „Das ist ein Punkt der von uns seit Jah­ren gefor­dert wird, und natür­lich freu­en wir uns über die Tat­sa­che, dass dies nun im Ent­wurf steht, “ so Zahal­ka, der aber sogleich kri­tisch fort­setzt, „Den ein­deu­tig nega­ti­ven Gesamt­ein­druck des Initia­tiv­an­tra­ges kann jedoch auch die­ses erfreu­li­che Detail nicht besei­ti­gen.“

Abschlie­ßend hal­ten die FLÖ noch fest, dass selbst die zu erwar­ten­den Man­dats­ver­schie­bun­gen, auf Grund der all­seits kri­ti­sier­ten Geset­zes­än­de­rung, kei­ne schwarz-blaue Mehr­heit in der Bun­des­ver­tre­tung der Öster­rei­chi­schen Hoch­schü­le­rIn­nen­schaft zulas­sen. Dass die FLÖ in letz­ter Zeit immer wie­der in die­sem Zusam­men­hang genannt wur­den, ist für den Bun­des­spre­cher der FLÖ unbe­greif­bar und fern jeder Rea­li­tät. „Das ist ein­fach nur lächer­lich und pein­lich! Hier ver­su­chen ande­re Frak­tio­nen poli­ti­sches Klein­geld zu wech­seln, und uns mit der­ar­ti­ger Pole­mik anzu­pat­zen. Die FLÖ sind und blei­ben die ein­zig par­tei­po­li­tisch unab­hän­gi­ge Stu­die­ren­den­frak­ti­on in der ÖH. Wir füh­len uns im Gegen­satz zu ande­ren Frak­tio­nen aus­schließ­lich den Inter­es­sen der Stu­die­ren­den, und nicht den Anlie­gen irgend­wel­cher Par­tei­en ver­pflich­tet, und das bleibt auch in Zukunft so, “ schließt Zahal­ka.

Rück­fra­gen: Andre­as Zahal­ka (Bun­des­spre­cher), zahi@​fsmat.​at