Am 22. Februar ist es zu spät – Jetzt zum Medizinstudium voranmelden!

Die Fachschaftslisten Österreich (FLÖ), die größte parteiunabhängige Studierendengruppierung, rufen InteressentInnen für die Studienrichtungen der Human- und Zahnmedizin auf, sich bis zum 21. Februar 2006 im Internet voranzumelden. Zukünftige TierärztInnen haben etwas länger Zeit, nämlich bis zum 28. April 2006. Diese Voranmeldung ist unbedingt erforderlich, um für die Eignungstests zugelassen zu werden.

Die Internet-Anmeldung für Human- und Zahnmedizin erfolgt auf http://www.eignungstestmedizin.at und für Veterinärmedizin auf http://vmutpp.vuwien.ac.at/vuw/service/anmeldungen.index_html. Sollten die Fristen versäumt werden, so können die oben genannten Studien an den Medizinischen Universitäten Wien und Innsbruck bzw. an der Veterinärmedizinischen Universität Wien in diesem Jahr nicht mehr begonnen werden!

Die FLÖ setzen sich dafür ein, dass trotz dieser bildungsfeindlichen Barrieren und der nicht aussagekräftigen Aufnahmeprüfungen möglichst viele Interessierte die Möglichkeit haben, sich für das Studium ihrer Wahl anzumelden. Dazu Gabor Sas, Bundessprecher der FLÖ: „Diese Fristen sind eine versteckte Form der Zugangsbeschränkung. Es ist die Pflicht der Universitäten und des Bundesministeriums Schülerinnen und Schüler adäquat zu informieren! Dies wurde eindeutig unterlassen.“

Die Aufstockung der Studienplätze in Humanmedizin ändert nichts an dem allgemeinen Problem der Zugangsbeschränkungen. „Ich freue mich, dass es mehr StudienanwärterInnen ermöglicht wird, Medizin zu studieren, die Studienplätze müssen aber noch weiter erhöht werden. Es erstaunt mich, dass die Rektoren sich über die Erhöhung der Studierendenzahlen von 1250 auf 1500 nicht echauffieren – ein Indiz dafür, dass eigentlich weit mehr Studierende aufgenommen werden könnten. Der freie Hochschulzugang ist möglich, und wir fordern dies von den EntscheidungsträgerInnen auch ein!“, so Fadi Sinno, Vorsitzender der HochschülerInnenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Daniel Gunzer, Vertreter der FLÖ, ärgert sich auch über die „Schnelligkeit“ der Bildungsverantwortlichen: „Diese Maßnahme des Bildungsministeriums wäre auch direkt nach dem EuGH-Urteil möglich gewesen – man hätte nur das Gutachten von Brünner und Hauser zur Hand nehmen müssen und wäre vermutlich schneller zu besseren Lösungen, als die jetzige Quotenregelung ist, gekommen. Pikanterweise wurde diese Expertise ja vom bm:bwk selbst in Auftrag gegeben.“

Fachschaftslisten Österreich:
Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreich sind eine politische, aber parteiunabhängige Fraktion in der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft. Sie sind auf fast allen Universitäten und in allen Ebenen der ÖH vertreten. Ihr Credo ist „von Studierenden, für Studierende“ Aufgrund ihrer hohen Präsenz in den studierendennahen Studienvertretungen kennen sie die Probleme der Studierenden genau und arbeiten ohne Einfluss einer Partei an Lösungen.

Rückfragehinweis:
Gabor Sas, Bundessprecher, gsas@fsmat.at
Fadi Sinno, fadi.sinno@uni-graz.at